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Samsung Galaxy Gear

reviewPosted by Matt Sun, November 17, 2013 18:53:19
Die Samsung Galaxy Gear Smartwatch wurde mittlerweile von einigen Redaktionen getestet und oft wurde die Größe als zu überdimensioniert - teilweise sogar unangenehm bis untragbar - bemängelt. Grund genug, sich die Galaxy Gear einmal genauer anzuschauen. Here we go...



In der Packung befindet sich die Uhr, eine Ladestation und ein Netzteil mit Micro-USB-Stecker.

Zuerst war große Erleichterung angesagt, denn die Gear ist weder zu groß noch zu schwer geraten. Ich besitze für den Sport eine Casio G-Shock und muss sagen, dass diese viel schwerer und klobiger daher kommt. In der Öffentlichkeit fällt man also keineswegs mit der Gear auf - unwissende Beobachter würden allein aufgrund der Bauform nicht auf eine Smartwatch tippen.

Insgesamt ist das Edelstahlgehäuse sowie auch das Silikonarmband sehr gut verarbeitet. Was mich jedoch gestört hat, war die uneinheitliche Ausrichtung der Schraubenschlitze auf der Front. Das sieht irgendwie "Marke Eigenbau" aus.

Funktion

Die Anzeige wird entweder durch Druck auf die Taste rechts am Gehäuse oder - und viel komfortabler - durch Drehen des Armes nach innen. Letzteres kann aber auch beim Autofahren zum ungewollten Aktivieren der Anzeige führen. Das ist tagsüber zwar kein Problem, nachts hingegen nervt es schon ein wenig, wenn die Uhr einen ständig anstrahlt.

Zu den per Zeigefingerwisch nach links erreichbaren Screens zählen Uhr (und Wetter), Benachrichtigungen, S Voice, Sprachmemo, Galerie, Mediencontroller, Schrittzähler, Einstellungen, Menü, Protokolle und Kontakte.

Durch einen Wisch nach unten auf dem Homescreen erreicht man die Kamera und mit einem entgegengesetzten Wisch die Telefontastatur.

Die Kamera kann trotz geringer Auflösung von nur 1,9 Megapixeln und dem extrem kleinen Speichers von 4 GB begeistern. So besitzt sie einen Autofokus und ist ideal, um z.B. im Geschäft ein Etikett zu fotografieren oder Schilder abzulichten. Die Auslöseverzögerung ist sehr gering und nur selten kommt es zu unbrauchbaren, d.h. verwackelten Bildern. Ebenfalls in Ordnung geht die Bildhelligkeit.



Die Telefonfunktion ist nicht schlecht, erreicht aber natürlich nicht die Qualität eines direkt über das Smartphone geführten Gesprächs. Der Lautsprecher befindet sich in der Armbandschließe und das Mikrofon seitlich rechts unten am Uhrengehäuse.

Durch das Mikrofon lässt sich das gekoppelte Samsung Smartphone (hier: Note 3) per Sprachbefehl mittels S Voice steuern, wobei sich die Funktionsvielfalt auf Telefonate und kurze Sprachmemos beschränkt.

Meine Hoffnung, mit der Galaxy Gear könnte ich zum Lesen von Emails das Note 3 in der Tasche lassen, wurde jäh enttäuscht. Die Benachrichtigungen beschränken sich auf ebay-Push-Mitteilungen, eine Gmail-App gibt es für die Gear (noch) nicht.

Der Schrittzähler hingegen ist ganz nett, wenn auch etwas ungenau, denn auch hektische Armbewegungen führen zum Registrieren eines Schritts, wie es scheint. Die Gear sendet einmal am Tag automatisch die intern gespeicherten Daten an das Smartphone zur Auswertung in der entsprechenden App.

Die Kopplung der Galaxy Gear erfolgt mittels NFC Tag in der Ladeschale, d.h. ohne Eingabe einer PIN und ist daher sehr einfach und komfortabel.

Apropos Ladeschale:


Die Akkulaufzeit ist mit ca. 1,5 Tagen bei normaler Nutzung durch das stromsparende Super-AOLED-Display sehr gut.

Fazit

Die Samsung Galaxy Gear macht vieles richtig (Größe, Gewicht, Design, Bedienkonzept), aber einiges auch nur halbherzig (kein Emailempfang). Insgesamt bietet die mittlerweile für um die 260 EUR erhältliche Samsung Galaxy Gear keinen so großen Nutzen, dass das Handy den ganzen Tag in der Tasche bleiben kann, und somit stellt sich mir die Frage, was genau Samsung mit der Galaxy Gear verkaufen wollte - ein überteuertes Spielzeug oder eine nicht ganz so smarte Watch.








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